Wie das Internet der Dinge unsere Privatsphäre unterwandert – das Video von der #PrivacyWeek

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Mein Talk “Wie das Internet der Dinge unsere Privatsphäre unterwandert” von der Privacy Week des Chaos Computer Club Wien aus dem Oktober 2017 ist nun online verfügbar und kann als Audio und/oder Video hier runtergeladen und/oder gestreamt werden.

Der Inhalt kurz zusammengefasst:
Es mag bequem sein, mit einer App das Licht im Wohnzimmer zu dimmen, mit einem Button Klopapier bei Amazon nachzubestellen, oder sich von Alexa den Wetterbericht vorlesen zu lassen. Doch die Bequemlichkeit hat ihren Preis. Das „Internet der Dinge“, das eine immer größere Vernetzung in den Alltag bringt, gefährdet unsere Privatsphäre.

Anschließend an meinem Talk „Privacy Fails“ vom vergangenen Jahr möchte ich euch dieses Jahr über eine weitere Entwicklung erzählen, die unsere Privatsphäre gefährdet. Heutzutage werden immer mehr Dinge mit dem Internet verbunden, die dies eigentlich gar nicht nötig hätten. Zahnbürsten zum Beispiel. Vibratoren. Oder Weinflaschen. All diese Dinge sind im Netz.

Doch wer überprüft, ob diese wirklich sicher sind? Viele Hersteller dieser Dinge kümmern sich in erster Linie um ihr Geschäft und darum, die Produkte schnell auf den Markt zu bringen, und weniger um die Sicherheit. In meinem Talk möchte ich einige Beispiele aufzeigen und erklären, warum dies zum Problem für uns alle wird.

Dann stellt sich noch die Frage: Woher weiß man, dass die vernetzten Geräte nicht permanent mitlauschen, oder Daten leaken? Viele davon tun dies. Denn ohne die umfassende Erfassung und Verarbeitung schier unvorstellbarer Datenmengen lassen sich viele Annehmlichkeiten, die sie uns versprechen, technisch gar nicht bewerkstelligen. Doch je mehr Informationen über uns gesammelt werden, desto mehr wird das Konzept vom „offline sein“, also von „allein“ und „privat“ sein, abnehmen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass wir immer mehr die Kontrolle darüber verlieren, welche Informationen über uns eigentlich gesammelt werden. Doch wie kommen wir da wieder raus?

-> Ja, wer das wissen will, sieht sich am besten das Video an. Es ist auch für Einsteiger empfehlenswert, die sich noch nie mit der Materie auseinander gesetzt haben. Hier gibt es noch eine von mir zusammengestellte Linkliste aller Quellen, auf die ich im Vortrag referenziere. Ihr könnt mich gerne anschreiben, wenn ihr Näheres wissen wollt, noch Fragen oder Lösungsvorschläge habt oder den Vortrag gern auf eurer Veranstaltung hören würdet.

Auf der Privacy Week haben auch ganz viele andere engagierte Menschen Vorträge rund um das Thema Privatsphäre gehalten. Die gibt es jetzt ebenfalls im Medien-Archiv des CCC als Videos zum Nachsehen.

Die Autorinnen und Autoren von der Anthologie “Smart Lies – alles smart?”

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Ihr könnt euch noch an meine Ausschreibung zur “Short Story”-Anthologie “Smarte Lügen – alles smart?” erinnern, die ich gemeinsam mit Günther Friesinger im Verlag mono herausgeben werde? Die wird 2018 erscheinen.

Als kleinen Teaser darf ich euch schon mal verraten, welche Autorinnen und Autoren dabei sein werden:

Nina Dreist
Nina Dreist, geboren 1961, ist selbstständige Farb- und Stilberaterin. Sie studierte Psychologie und hat daneben noch mehrere Ausbildungen absolviert. Unter anderem ist sie NLP-Master-Practitioner, staatlich geprüfte Pharmareferentin, Klinischer Monitor und Colour-Me-Beautiful Consultant. Ihr Lieblingsgenre ist Chick-Lit für Frauen der Generation 50+, durch ihre Neugier auf unterschiedliche Kulturen gelegentlich auch romantische Mystery, sowie (meist schräge) Kurz- und Kürzestgeschichten.
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Peter Alscher
Begonnen hat für mich alles mit der Musik, dann hat es mich zur Grafik gezogen und nun bin ich beim Wort gelandet. Wenn es mir damit gelingt aus Silben Bilder und Melodien im Kopf zu erzeugen, gelingt, der Zeit ein Stück aus den Rippen zu schneiden, es mit meinem Herzblut zu ersetzen und sie so dem Leser zu vertreiben – was kann es Schöneres geben? Peter Alscher, geboren und lebhaft in Wien, Grafiker, Werbeagenturinhaber, Hobby-Schlagzeuger, Songwriter, Buchstabenfetischist.
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Judith Leopold
80er-Jahre-Kind. Wurde als Baby vom Tipp-Geräusch einer Schreibmaschine in den Schlaf gewiegt. Studierte Komparatistin. Onlineredakteurin bei einer österreichischen Tageszeitung. Ihre Lyrik wurde unter anderem in der Literaturzeitschrift “Keine Delikatessen” veröffentlicht. Lebt mit Mann und Nachwuchs in Wien.
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Josef Wukovits
Manager in einem internationalen Elektronikkonzern. Autor. Vortragender. Tagebuch über humanitären Einsatz für Ärzte ohne Grenzen im Südsudan (veröffentlicht 2003 im Vier-Viertel-Verlag). 2009 Studium der Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Studienaufenthalte in Namibia. Autobiografisches Sachbuch über Feldforschung bei den „Buschmännern“ in Vorbereitung.
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Manfred Huber
Journalist, Blogger und zweifacher Vater aus Wien. War viele Jahre Videospieljournalist in Österreich und Deutschland und zuletzt Chefredakteur des Computermagazins E-MEDIA. Schreibt aktuell als freier Autor für diverse Technik-Medien. In seiner Freizeit verbringt er zu viel Zeit in VR und bloggt darüber unter http://www.godoculus.at
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Markus R. Leitgeb
Geboren und aufgewachsen in Klagenfurt, damals noch nicht am Wörthersee. Studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Alpen-Adria-Universität und war parallel als Journalist tätig. Lebt heute in Wien und befasst sich im Brotberuf mit Unternehmenskommunikation. 2017 erschien sein erster Unterhaltungsroman „Zeitungssterben“ im Gmeiner-Verlag.

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Anna Noah
Jahrgang 1979, ist studierte Linguistin und Sinologin. 2005 war sie Gastautorin in Charles Lee Taylors Buch Reflections: A Poetic Approach II. Kurztexte verschiedener Genre sind in den Anthologien erschienen.
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Katharina Dierl
Lebt und arbeitet in Wien.
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Regine Zawodsky
Geboren 1948 in Wiesbaden, aufgewachsen in Wiesbaden und Freiburg. Nach der Matura 1968 nach Wien übersiedelt. Studium der Physik an der Universität Wien. Nach dem Magisterabschluss in Physik in Wien am Patentamt gearbeitet, mit Schwerpunkt Medizintechnik. Bereits in Pension, arbeitet sie an einem Buch, das die Missverständnisse zwischen deutschem Deutsch und österreichischem Deutsch humorvoll auf die Schaufel nimmt.
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Klaudia Zotzmann-Koch
lebt und schreibt in Wiener Kaffeehäusern, wenngleich ihre Geschichten in Norddeutschland, England oder in ganz anderen Welten spielen. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich im Chaos Computer Club für digitale Bildung, Medienkompetenz und Netzpolitik und gibt Workshops zu Data Privacy, sicherem Recherchieren im Netz und Quellenschutz.
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Caroline Klima
Autorin, Lektorin, Leiterin einer Grafik- und Illustratorenagentur. Studierte Historikerin, ausgebildete Kommunikationstrainerin, arbeitet und lebt mit Mann, Hund und Kindern in Wien. Übersetzte zahlreiche englische Fachbücher (Geschichte, Psychologie, Tiere), schrieb viele Jahre Erotik-Kolumnen (evolver, lustschmerz, aon, wiener), entwirft bald ebenso lang Rätselkrimis für Schülercomics und verfasste mehrere alltagshistorische Bücher und Anekdotensammlungen. Traumjob: Dafür bezahlt zu werden, ständig etwas Neues zu lernen. Geschafft!
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Barbara Wimmer
Journalistin, Autorin, Vortragende und Moderatorin aus Linz. Studierte Kommunikationswissenschaftlerin. Lebt in Wien. Schreibt seit dreizehn Jahren bei tagesaktuellen Print- und Online-Medien in Österreich über Netzpolitik, Datenschutz und IT-Sicherheit. Derzeit bei der Tageszeitung KURIER und dem Online-Portal futurezone.at. Erster Roman namens “Der Crash” in der Pipeline.
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Foto Credit: Klaudia Zotzmann-Koch

Roman plotten: Von der Idee bis zur Umsetzung

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Ihr habt euch schon immer mal gefragt, wie ein Roman, Krimi oder Thriller eigentlich entsteht und ob es da mehr gibt, als eine „erste Idee“, bevor man mit dem eigentlichen Schreiben beginnt? Das ist von AutorIn zu AutorIn unterschiedlich. Es gibt unterschiedliche Schreibtypen. Und diese „Plotten“, so nennt man das Entwicklen einer Handlung, jeweils unterschiedlich. Laut dem Beststeller-Autor „Randy Ingermanson“ (Writing Fiction for Dummies) gibt es vier Versionen:

Seat-of-the-pants
Dieser Autorentyp schreibt einfach drauf los, ohne zu planen und zu überarbeiten.

Edit-as-you-go
Dieser Autorentyp schreibt eine Szene, dann überarbeitet er diese. Erst dann geht es weiter.

Snowflake
Dieser Autorentyp entwickelt ein Grundgerüst, das aber während des Schreibprozesses an neue Ideen, Einfälle und Entwicklungen angepasst wird.

Outline
Dieser Autorentyp schreibt alles detailliert auf und gestaltet den Plot mit sämtlichen Details und Einzelheiten.

Ich persönlich bin eher der „Seat-of-the-pants“- und der „Snowflake“-Typ.

Seat of the Pants
Bei Kurzgeschichten im Umfang von 2000 bis 6000 Wörtern schreibe ich einfach drauf los und überlege mir das Ende erst während dem Schreiben. Dann wird überarbeitet und das Ende noch einmal ausführlich evaluiert – manchmal komme ich dann noch zu einem anderen Ende, weil ich doch nicht glücklich damit bin, aber für Kurzgeschichten eignet sich dieses „einfach drauf los schreiben“ als Methode doch recht gut.

Probleme

Anders sieht das schon beim Schreiben von Romanen mit 60.000 bis 120.000 Wörtern aus. Da hat man mit dieser Methode zwar anfangs vielleicht einen guten Run beim Schreiben und es gibt mit Stephen King doch auch sehr prominente Autoren, die auf diese Methode setzen, doch es zeigen sich dabei nach und nach Probleme, wie die österreichische Krimi-Autorin Petra Gungl in ihrem Blogeintrag anmerkt: „Ist das Pferd erstmal vom Schwanz aufgezäumt, bockt es bei jedem weiteren Eingriff widerwillig.“ Setzt man so gar keine Strukturen auf vor dem Schreiben, entwicklen sich Charaktere anders als man denkt und das eine führt plötzlich nicht mehr zum anderen, so wie man es sich vielleicht gewünscht hätte und plötzlich steht man ohne Antagonisten („Gegenspieler“) da.

Snowflake
Aus diesem Grund setze ich persönlich beim Romanschreiben auf die Methode „Grundgerüst“. Bei meinem ersten Roman „Der Crash“ mit knapp über 100.000 Wörtern habe ich nicht nur die Figuren vorab gründlich entwickelt und mir überlegt, was sie eigentlich im Laufe der Geschichte gelernt haben sollen, sondern auch die Handlung vorher definiert und mit ihr die drei wichtigsten Ereignisse bis zum Ende. Mir war allerdings noch nicht klar, was meinen Figuren auf den Weg dorthin alles passieren wird und welche Konflikte sie erleben werden. Das war die „große Unbekannte“ und in der Überarbeitung musste dann der ein oder andere Aspekt der Geschichte weichen, weil er im Gesamtbild dann doch nicht so viel Sinn ergeben hatte, wie von mir zu dem Zeitpunkt gedacht.

Ergo – bei dieser Methode hat man in der Überarbeitungsphase ebenfalls noch relativ viel Arbeit, aber bei weitem nicht so viel wie bei der „Seat of the Pants“-Methode. Ich werde also auch wieder bei meinem zweiten Roman auf die „Snowflake“-Methode setzen. Wer eine genauere Anleitung für sich selbst finden möchte, findet hier etwas mehr Input.

Es gibt kein richtig oder falsch
Aber eines sei gesagt: Keiner der angeführten Methoden zum Plotten von Romanen ist falsch. Es gibt einfach unterschiedliche Typen und man muss rausfinden, was für einer man ist – und dann die Vor- und Nachteile dessen in Kauf nehmen. Natürlich kann man sich aber auch von anderen AutorInnen inspirieren lassen und es gibt zahlreiche Methoden, die einem dabei helfen können, den perfekten Weg für sich zu finden. Die deutsche Krimi-Autorin Klaudia Zotzmann-Koch schreibt auf ihrem Blog etwa, wie sinnvoll Post-Its beim Erstellen eines Plots sein können. Viellleicht wollt ihr das mal für euch ausprobieren.

Das gehackte Dalek Einhorn am #34c3

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Das Einhorn-Spielzeug “CloudPets” der Firma Spiral Toy wurde am Chaos Communication Congress aka #34c3 von mir im Talk “Internet of Fails” als eines der “unsichersten vernetzten Spielzeuge”, die sich derzeit am Markt befinden, hergezeigt. Ich hatte darauf gehofft, dass jemand sich nach dieser Ansage mit meinem Spielzeug spielt.

Mit dem vernetzten Einhorn lassen sich Nachrichten aufnehmen, die Kinder abrufen können, wenn sie auf die Pfote rechts drücken. Mit der Pfote links können Kinder selbst Nachrichten senden. Ich hatte vor dem Talk die Nachricht “Hallo, Chaos Communication Congress!” aufgenommen und während des Talks abgespielt. Den Vortrag selbst (in dem es nicht nur um vernetztes Spielzeug geht) könnt ihr übrigens hier nachsehen. Gebloggt habe ich darüber auch ein bisschen etwas.

Im Anschluss an den Talk (die Entfernung der Reihen und des Speaker-Pults waren zu weit entfernt, um es bereits während des Vortrags durchzuführen) wurde mein Einhorn innerhalb von einer Minute umprogrammiert: In ein Dalek-Einhorn. Hier hört ihr, was es jetzt sagt und warum es jetzt ein Dalek-Einhorn ist!

Die Details zum Hack sind bereits seit längerem bekannt. Die Nachrichten werden via Bluetooth-Verbindung auf das vernetzte Spielzeug übertragen – normalerweise per App, bei der Fremd-Übernahme über den Chrome-Browser. Wen es interessiert, wie der Hack genau funktioniert, es gibt dazu ebenfalls eine Anleitung auf YouTube.

Ich halte es daher mit vernetztem Spielzeug genauso, wie es die “Stiftung Warentest” empfiehlt: Ein “dummes” Spielzeug ist vielleicht auch in Zukunft die schlauere Wahl!

PS: Der Firma Spiral Toy sind laut dem US-Sicherheitsexperten Troy Hunt bereits vor knapp einem Jahr 2,2 Millionen aufgenommene CloudPets-Sprachnachrichten von rund 820.000 registrierten Anwendern abhanden gekommen. Die betroffenen Nutzer wurden damals von der Firma Spiral Toy aber nicht informiert.

My 34c3 talk “Internet of Fails”

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Here’s the recording of my #34c3 talk “Internet of Fails” as a download in English, Spanish or German translation.

Feedback
If you liked or hated it, please rate it under the button “feedback” (5 = best, 1 = worst) that I can further improve my talking (or language) skills. For me, it was the first time speaking in front of 3500 people (the hall was full!) and I want to thank you for listening and being patient with me.

Unfortunately I cannot react to the feedback in the system directly, so please do write me an e-mail if you want to say anything extra (shroombab – at – gmail dot com). But one thing mentioned from the feedback collected so far: I explained IoT, DDoS & Botnet although this talk was held on a HACKER CONGRESS, because it was an explicit wish of the organizers to include “beginners” and first-time visitors. If you got bored for those three minutes – I apologize!

Reactions on Twitter

 

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The unsecure pink fluffy unicorn that I brought with me and showed during my talk got hacked afterwards within a minute. Here’s a short little video clip. Listen, what it says now!

OMG, it got real! Vortrag am #34c3

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Seit dem Sommer 2015 sammle ich “Fails” rund um das Internet der Dinge. Ursprünglich hatte ich damit angefangen, weil ich einen Roman schreibe (geschrieben habe), bei dem es um vernetzte Kuhställe und aus der Ferne gesteuerte selbstfahrende Autos ging und noch weitere lustige-traurige-schaurige Beispiele einbauen wollte. Irgendwann dachte ich dann mal “jetzt hast du so viel gesammelt, jetzt kannst du dieses Wissen auch mit anderen Menschen teilen”.  Immer wieder erzählte ich einige von den Geschichten und erntete verstörende Blicke, oder herzhafte Lacher – je nachdem, wen ich gegenüber hatte.

Dieses Jahr ging es dann plötzlich schnell: Ich teilte mein Wissen nicht mehr nur mit Freunden, sondern auf einem internationalen Hackercamp, bei der Cryptoparty Wien , bei der Privacy Week des Chaos Computer Club Wien und in einer Gastvorlesung an der TU Wien. Und jetzt also auch am 34. Chaos Communication Congress (#34c3). Das ist eine Riesen-Ehre für mich und ich freue mich sehr! Mehrere Stunden Arbeit sind seither in die Überarbeitung und Vorbereitung des Vortrags geflossen. Ich habe zahlreiche neue Beispiele gesammelt und ein sehr spannendes Interview mit einem Menschen geführt, der enorm viel dafür tut, dass vernetztes (Erwachsenen)-Spielzeug sicher(er) wird.

Was ist der #34c3?
Für alle, die den “Chaos Communication Congress” nicht kennen: Es ist das weltweit größte nicht-kommerzielle Hackertreffen, das dieses Jahr erstmals in Leipzig stattfindet. Der Congress (#34c3) findet bereits zum 34. Mal statt, traditionell in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr (von 27. bis 30. Dezember). Bis zu 12.000 Hacker und Nerds treffen sich zum Erfahrungsaustausch, zum Hacken, Basteln, Feiern und Kennenlernen.

Für Congress-Besucher gibt es neben den zahlreichen Vorträgen auch sogenannte “selbstorganisierte Sessions” und Workshops, die von Teilnehmern organisiert werden und die in einem eigenen Wiki gesammelt sind. Dazu zählen etwa Löt-Workshops, 3D-Druck für Anfänger, GPG Schlüsselverteilung oder den ersten Schritten zum Brauen von Bier. Ich habe vergangenes Jahr auch einen Blogbeitrag darüber geschrieben, was ich am Congress erlebt habe. Ein Schlüsselsatz: “Am Congress, da wächst Inspiration, Kreativität, positives Chaos und es ist äußerst schwer, sich diesem Vibe, dieser Atmosphäre zu entziehen und sich hier nicht mitreißen zu lassen.”

Die Vorträge sind also nur ein (kleiner) Teil vom Programm, dennoch sind sie mit 1000-3000 Besuchern pro Talk meistens sehr gut besucht. Ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag ein paar Menschen (mehr) erreiche, und dadurch das unsichere Internet der Dinge ein wenig sicherer wird – und zwar möglichst bevor es Tote gibt (mehr verrate ich euch jetzt nicht dazu). Wer zusehen mag, der Talk findet am 28.12. um 16.30 Uhr im Saal “Borg” statt und wird auch live gestreamt. Er ist auf einem Niveau gehalten, dass man ihn auch als “Einsteiger” problemlos versteht. Also hört rein! Und ansonsten, wenn ihr mich am Congress seht: Sprecht mich gerne an. Ich freue mich immer über neuen Input, nette Gespräche und Gedankenaustausch!

Linkliste zum Privacy Week Talk

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Diese Woche findet in Wien zum zweiten Mal die Privacy Week des Chaos Computer club Wien (C3W) statt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Sensibilität für die Privatsphäre und deren Schutz zu fördern und Wege aufzuzeigen, den Spagat zwischen der Nutzung neuer Technologien und Privatsphäre zu schaffen. Am Programm stehen zahlreiche Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden und Kunstprojekte.

Genau dieser Spagat ist machbar – aber dazu ist es notwendig, dass sich möglichst viele Menschen der Problematik, die auf uns zu kommt, auch tatsächlich bewusst sind. Deshalb möchte ich am Donnerstag, 26. Oktober 2017, um 12 Uhr in Saal 1 des Volkskundemseum Wien, etwas darüber erzählen “wie das Internet der Dinge die Privatsphäre unterwandert”.

Bildschirmfoto 2017-10-23 um 13.26.14

Auszug aus meinem Talk-Preview: “Es mag bequem sein, mit einer App das Licht im Wohnzimmer zu dimmen, mit einem Button Klopapier bei Amazon nachzubestellen, oder sich von Alexa den Wetterbericht vorlesen zu lassen. Doch die Bequemlichkeit hat ihren Preis. Das „Internet der Dinge“, das eine immer größere Vernetzung in den Alltag bringt, gefährdet unsere Privatsphäre.” Kommet und lauschet (notfalls auch via Stream)!

Linkliste
Anbei findet ihr meine Linkliste mit allen Referenzen, die ich im Talk anspreche:
https://www.golem.de/news/privatsphaere-oberste-datenschuetzerin-kritisiert-digitale-assistenten-1610-124143.html
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/amazon-echo-wie-digitale-butler-unser-leben-veraendern-sollen/14755362.html
http://www.deutschlandfunk.de/lauschende-lautsprecher-einst-albtraum-heute-alltag.684.de.html?dram:article_id=394407
http://factor-tech.com/roundup/this-week-blue-origin-passes-hot-fire-test-deepminds-ai-teaches-itself-and-russia-to-launch-cryptocurrency/
https://www.theatlantic.com/technology/archive/2016/05/the-privacy-problem-with-digital-assistants/483950/
Know the risks of Amazon Alexa and Google Home
http://fieldguide.gizmodo.com/how-to-lock-down-your-privacy-on-the-amazon-echo-and-go-1794697554
https://futurezone.at/thema/start-ups/playbrush-smarte-kinderzahnbuerste-bekommt-700-000-euro/192.640.448
http://www.bigbrotherawards.at/2017/nominees.php
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutzpanne-mit-Google-Home-Mini-Einschaltknopf-wird-deaktiviert-3858861.html
https://futurezone.at/digital-life/niederlaenderin-wird-von-webcam-verfolgt-und-angequatscht/290.181.033
https://futurezone.at/digital-life/echo-co-wie-im-wohnzimmer-spioniert-wird/278.398.714
https://futurezone.at/digital-life/internet-der-dinge-vom-plueschtier-hack-zum-blackout/293.042.125
https://futurezone.at/digital-life/wiener-decken-schwere-luecke-in-ueberwachungskamera-auf/234.479.006
https://futurezone.at/produkte/sonos-zwingt-kunden-zu-neuen-datenschutzrichtlinien/282.039.316
https://futurezone.at/produkte/sonos-lautsprecher-integriert-mehrere-digitale-assistenten/290.118.858
https://futurezone.at/b2b/drei-chef-vernetzung-kann-man-nicht-aufhalten/288.680.631
https://futurezone.at/netzpolitik/max-schrems-wie-viel-vernetzung-ist-eigentlich-gesund/283.105.358
https://futurezone.at/digital-life/stiftung-warentest-sieht-vernetztes-spielzeug-kritisch/283.051.410#.WaP5gCz8kBU.twitter
https://futurezone.at/digital-life/spionage-im-kinderzimmer-puppe-cayla-wird-verboten/247.055.266
https://thenextweb.com/lifestyle/2017/09/13/internet-things-sending-us-back-middle-ages/#.tnw_f9yyxlAJ
https://futurezone.at/digital-life/us-farmer-hacken-vermehrt-ihre-eigenen-traktoren/253.677.084
https://www.janalbrecht.eu/themen/datenschutz-digitalisierung-netzpolitik/artikel/2017-09-11-gruener-10-punkte-plan-fuer-sicherheit-im-netz.html
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A8-2017-0272+0+DOC+XML+V0//DE
https://futurezone.at/digital-life/us-farmer-hacken-vermehrt-ihre-eigenen-traktoren/253.677.084
https://futurezone.at/digital-life/hacker-uebernehmen-kontrolle-von-vibrator-mit-kamera/256.252.588
https://futurezone.at/netzpolitik/das-internet-der-dinge-im-visier-der-us-behoerde-ftc/241.136.184

 

#WritersRetreat in Piran – Reloaded

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Vergangenes Jahr war ich Mitte August bereits einmal im slowenischen Hafenstädtchen Piran zum Schreiben. Wie es mir damals ergangen ist, könnt ihr hier nachlesen. Auch dieses Jahr habe ich mich zum #WritersRetreat geleitet von Ana Znidar ans Meer zurückgezogen. Auf der Dachterrasse des Hotel Tartini schreibt sich einfach gut – trotz oder gerade wegen der fantastischen Aussicht.

Dieses Jahr ging ich sehr konzentriert an die Arbeit. Fast sechs Stunden lang schrieb ich täglich an meinem Cyber-Roman und am Beitrag für die Anthologie “Smarte Lügen” für den Verlag mono. Die Quantifizierung hat am Ende ergeben:
– 20 Seiten Übearbeitung von “Der Crash”
– 45 Seiten neues Ende geschrieben für “Der Crash”
– erste Version der Kurzgeschichte “Code reset” mit 3398 Wörtern und 21.300 Zeichen fertig

Gelernt habe ich dieses Mal:
– es macht wirklich Sinn, während des Schreibens auf Social Media zu verzichten
– Deadlines helfen dabei, sich wirklich den Hintern aufzureißen
– Feedback ist in jedem Fall zu 100 Prozent nützlich, egal, ob es positiv oder negativ ist
– Pausen sind wichtig, ohne Pausen kommt nur Blödsinn raus

Ich habe mich dieses Mal in Piran richtiggehend leer geschrieben. Danach hatte ich das Gefühl, alles sei gesagt. Meine Figuren haben, während ich physisch in Piran war, viel erlebt – ich dagegen bis auf kulinarische Genüsse mit Fisch & Meeresfrüchten und anregenden Gesprächen mit meinen Mitschreiberinnen eher weniger. Ich hatte schon den ganzen Sommer an der Überarbeitung von “Der Crash” gewerkelt – 380 Seiten wollten in einem Durchlauf stilistisch verbessert, neu gestaltet, umgeschrieben, auf Fehler korrigiert und werden.

Das “Camp NanoWriMo” hat mir im Juli etwa dabei geholfen, mein Überarbeitungsziel von 80 Seiten einzuhalten (bzw. um 20 Seiten zu übertreffen). Deshalb habe ich es beim #WritersRetreat dann auch tatsächlich bis zum Ende geschafft – und das Ende, ja das Ende ist jetzt richtig gut (danke an dieser Stelle an meine TestleserInnen, die mich auf den richtigen Weg gebracht haben!). Ich konnte schließlich 423 Seiten zählen.

Mehr zum Inhalt kann ich euch leider noch immer nicht verraten. Aber hey, ich habe euch gerade den (vorläufigen) Titel meines Cyber-Krimis rund um selbstfahrende Autos, Hacker und vernetzte Kuhställe erzählt. Das muss vorläufig reichen. In diesem Sinne, macht es gut. Für mich kommt jetzt der harte Part: Ich muss versuchen, mein Werk auch zu verkaufen. Das ist für Autorinnen und Autoren oft der schmerzhafteste, aufreibendste und langwierigste Teil nach der Überarbeitung. Drückt mir die Daumen und wünscht mir Glück!

#SHA2017: Creative Writing Workshop for Hackers

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Let’s hack words! Together with crime novel author Klaudia Zotzmann at the “Still Hacking Anyway” (SHA2017) camp in Zeewolde, Netherlands – we were doing a creative writing workshop for hackers. When we asked the question who was actually a writer, we had a few hands going up in the air. Then one participant asked: “Does code count as well?” And suddenly we had up all hands in the air.

Within our workshop, we did not write any code, but instead we did some free writing. “Freewriting” is practiced by numerous writers and journalists, for example, when they have writing blockades. Creative writing, in which thoughts are put on paper without thinking about it, helps to get back into the writing flow. Nearly all of our participants were writing with pen & paper, and all of them were actually writing!

After our workshops we saw their eyes shine and their faces gleam. So many happy faces! It was a wonderful experience. And so much fun fun fun. ❤ We are still waiting for the stream to be up, as soon as it is ready, I will share it with you.

Podcast
Directly after our workshop we recorded the latest issue of Klaudias podcast about creative writing. You can download the MP3 here. We did talk in German though. Hope you’ll enjoy!

 

#SHA2017 – My Talk „Best of IoT Fails“

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I did give a talk at „Still Hacking Anyway“ (SHA 2017), a campsite conference organized for and by hackers last week in the Netherlands. I called my talk “Best of IoT Fails“. (My sum-up of the whole event can be found here). Most of the other speakers explained at the beginning of their talk why they chose the subject they were speaking about and how they were related to it. Well, for some reason I did not do that (to be honest: I just did not think that it can be imporant for people) – but it was actually the most asked question afterwards while speaking to people. That’s why I decided it might be a good idea to explain it to you here.

I am working as a full-time journalist, being employed at the daily newspaper KURIER and the technology website futurezone.at in Austria. I have been writing about technology for at least eleven years by now, and I have watched all the major developments taking place around the internet carefully. (( And I just noticed at SHA that I am using the internet for over 20 years now on a daily basis (…. wait, what? Yes, it was 1997 for me when I got my first e-mail-adress.) )) When the „Internet of Things“ (IoT) started to rise, I was watching the developments with curiosity.

When the story started
When the first fridges sent out their spam mails in 2014, I did talk to the local people at CERT.at about their thoughts. And I got really angry when I was hearing that the vendors did not care about IT security within their products at all, just expecting that nothing will happen anyway. 2017 – not much has changed yet and I heard the same story all over and over again from many, many, many more interview partners.

For me – hearing such a story is more than just something to write down on a paper and then go home from work and get over it. I do care about what happens to our society with the change of technology and the importance of IT security. I do care, because I know it affects all of our lifes. And I do want to know the whole world about it, understand it – and then start some changes together. I do not want „Blackout“ by Marc Elsberg gets real, and if it gets real, I would at least feel better if we had a plan. Resilience.

talk-bestofiotWell, to get back to IoT. I had so many WTF moments during my work – talking to a huge vendor of lamps that started with the „digitalization“ of their business a few years ago, connecting their lamps with the internet. I was asking the CEO of this company (which will stay unnamed) about how big their IT security department is going to get after this switch to IoT and he told me that there will be one person working on the security and one on IT support. I hardly kept myself breathing after this information.

So, I hope I could explain you, why I did chose that topic. In my talk, I presented some current examples that I collected as a journalist and did write about that might sound like science fiction, but actually have already taken place. The recording of the talk can be found at: https://media.ccc.de/v/SHA2017-163-best_of_iot_fails or via YouTube.

Feedback and discussion
What did politics do so far? Not much – but they have IoT security at least on their agenda. The FCC did touch the subject in its “Cybersecurity Risk Reduction White Paper”, because it could see that „the private sector may not have sufficient incentives to invest in cybersecurity beyond their own corporate interests“. EU vice president Ansip also told in a speech recently that „EU-wide certification and widely recognised labelling would strengthen trust and confidence in the online environment, while making sure that cybersecurity products and services are technically compatible between countries.“ (This speech does contain a lot of WTF moments as well). A lot of IT security researchers I spoke to advised that we would need clearer rules for vendors and standardisation.

What about you? What I kind of missed is, talking to YOU out there. I regret that and it is due to my lack of experience in doing talks (it was my 4th talk ever). After I finished my presentation I should have asked YOU – on the one side for more examples you might have experienced, on the other side for your suggestions for solutions. Sorry that I did not do this properly, we could have had a nice discussion…  If you want to share some stories now, just post them under this blog entry or do write me an e-mail at shroombab@gmail.com. If you liked the talk anyway, also please rate it in the frab.