My DJ-Sets at #CCCamp19

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Yes, finally I was DJing again. This year I played two DJ-sets at Chaos Communication Camp (#CCCamp19) in Mildenberg (Germany). None of them were recorded, that’s why I grabbed my playlist and re-recorded it for the good memories. I enjoyed playing, both crowds were fantastic. The audience was super motivated in dancing and super motivated in motivating me. It was a pleasure.

Kemistry Lounge Mix

The first DJ-set took place at the “Kemistry Lounge”, which was inside a building of the Ziegeleipark. It was very smokey, and contained space for 300-500 people (I am really bad at guessing, please forgive me) and I had even a dancer with an LED umbrella. ❤ Thx DJ Spock for organizing this one!

Here’s the Mix:

Playlist ( Track – Artist):

1 UNKNOWN
2 Tonight – Wilkinson
3 Take You Back – Mattix & Futile
4 Running Man – Original Sin & Koo
5 Breezeblock – Camo & Krooked
6 Panzer – Dimension
7 Rotor – Misanthrop
8 Kingpin (feat Scrufizzer, P Money & Riko Dan – Calyx & Teebee Remix) – Friction & Skream
9 Bunker – Culture Shock
10 Terminal – Mediks
11 Abyss (VIP) – The Prototypes
12 Get Crazy Muzzy
13 UNKNOWN
14 Knock It Down – Dilemn & The Clamps
15 Stand Up (feat Camo, Krooked and Dynamite MC) – Friction Feat. Camo, Krooked and Dynamite MC
16 No Cure (feat Ryme Tyme) – Ed Rush & Optical
17 Don’t Need You – Optiv, Btk
18 Rock The Boat- Roni Size
19 Watching Us (The Upbeats Remix) – Gridlok & MC Dino
20 Tap Ho- TC

BarbNerdy

After me played BarbNerdy, another DJ friend from the female:pressure collective from Berlin. Her jungle set was super awesome and you can find it here.

https://platform.twitter.com/widgets.js

Three Headed Monkeys Mix

The second DJ-set took place at an open air stage called “Three Headed Monkeys”. It was in the camp area where all the digital rights activities took place. Before my DJ-Set a band called “Systemabsturz” played, and during the day there were talks and other workshop activies, at night the venue turned into a party area. There was some light show during my set (thx to the technician!), and the vibe was extremely positive. Thx Tasmo for organizing!

Here’s the Mix:

Playlist (Artist – Track)

Chase & Status – Streetlife (feat. Takura)
DJ Patife & David VS – The Vibe Is Coming (feat. MC Fats)
Bcee & Spy – Is Anybody Out There? (Friction & K-Tree Remix)
Technimatic – Night Vision
Body & Soul, Camo & Krooked – The Reward
Camo & Krooked – Get Dirty (feat. TC)
Break Pitt, Tenchu & Zool – Jet Pack
Blue Sonix – Luv Me (Logistics VIP Remix)
Original Sin & Koo – Running Man
Sub Focus – Rock It
Camo & Krooked – Breezeblock
Brookes Brothers – Crackdown (Shockone Remix)
DJ Fresh – Golddust
Break Pitt, Tenchu & Zool – Sao Paulo
Dope Ammo & Benny Page – Roots & Future
Rebel MC & Top Cat – Champion DJ (Serial Killaz Remix)
Deekline – Pass Me The Dubplate (feat. Tippa Irie)(Benny Page Remix)
Pendulum – Tarantula (feat. Fresh, Spyda & Tenor Fly)
Voltage – Roll Back
Alibi – No Lights (feat. Trac)
Roni Size – Strictly Social (Nu:Tone Remix)
Wilkinson – Afterglow

Mein Re:publica 2019 Talk zum Thema AMS, Algorithmen und Diskriminierung – Review

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YouTube: Jobchancen adé: Wenn der Computer “nein” sagt

Re:publica-Seite zum Talk (mit Audio-Link zum Nachhören)

Kurz umrissen, worum es geht:
Das österreichische AMS will mit modernen Mitteln die Effizienz steigern, doch verbaut mit seiner Umsetzung Tausenden Menschen ihre Zukunftschancen. Software teilt künftig Arbeitssuchende in drei Gruppen ein: Hohe Chancen, mittlere Chancen, niedrige Chancen. Wer in letzterer Kategorie landet, kriegt keine teuren Zusatzmaßnahmen, weil seine Arbeitsmarktchancen nur gering sind.

Wer eine Frau ist, über 50, Ausländer aus der Nicht-EU oder gesundheitlich beeinträchtigt bekommt vom System von vornherein Abzüge. Negativ-Punkte gibt es außerdem für Betreuungspflichten – allerdings nur, wenn man eine Frau ist. Diskriminierung, die am Arbeitsmarkt existiert, wird somit direkt in das Computerprogramm reingeschrieben und sorgt damit laut Informatikern in einer “Feedback Loop” für noch mehr Diskriminierung dieser Personengruppen.

Das AMS hat zwar eine Art Ergebnisbericht veröffentlicht, aber echte Transparenz herrscht nicht. Statt einer breiten Diskussion, folgen Tests mit Echtzeitdaten aus dem “Data Warehouse”. Experten aus den Bereichen Informatik, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften kritisieren die Entwicklung massiv.

Es ist nicht das erste Beispiel dafür, wie Algorithmen diskriminieren und Menschenleben gefährden. Doch es ist eines der ersten Beispiele aus Europa, das plakativ zeigt, was dabei schiefgehen kann. Im re:publica Talk habe ich meine journalistische Tiefenrecherche mit Gesprächen mit Forschern aus verschiedenen Fachbereichen dazu präsentiert.

Großes Interesse
Es hat mich sehr gefreut, dass das Thema auf großes Interesse gestoßen ist und auch über Österreichs Ländergrenzen für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Leider ist die Diskussion in Österreich dazu wieder etwas eingeschlafen, aber ich verspreche, dranzubleiben und gegen Ende des Jahres, wenn die Evaluierung des ersten Jahres seitens des AMS erfolgen wird, wieder entsprechend nachzuhaken.

Interviews mit mir zu dem Thema:
Xing-Interview: Algorithmus statt Personaler: „Software bei Bewerbungen kann zu Diskriminierungen führen“

Interview mit flux.fm zum Thema

Weiteres Medienecho:
Baseler Zeitung (CH) Zeitgeist RP Online (DE) Superscoring (DE)

Wie waren die Lesungen, liebe Barbara?

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Ups, ich habe ganz vergessen, euch ein kleines Roundup der Lesungen in diesem Frühling zu geben, fällt mir gerade auf 🙂 Das liegt an meinem dichten Zeitplan, der mich “nebenbei” in der Zwischenzeit noch nach Brüssel, Hannover, Girona, Barcelona und Berlin gebracht hatte (auch hier folgen noch Blogbeiträge, ich versprech’s!).

Buchhandlung Ortner in Wien
Anfang April waren meine Anthologie-Kolleginnen und ich mit “Smart Lies” bei der Buchhandlung Ortner im 8. Bezirk zu Gast. Es war eine sehr gut besuchte Lesung – kein Stuhl war mehr frei – bei der das Publikum gespannt zugehört und zwischendurch ausgiebig gelacht hat. Ein sehr schöner Abend – und ich bin selbst aus der Buchhandlung mit sehr vielen Büchern heimgegangen 🙂 Hashtag #bücherliebe

Mit mir gelesen haben: Klaudia Zotzmann-Koch, Regine Zawodsky, Bettina Reinisch und Josef Wukovits. Danke allen Besucherinnen und Besuchern fürs Kommen und der Buchhandlung Ornter fürs Organisieren! Die Fotos stammen von Stefan Ortner und Regine Zawodsky.

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Marktgemeinde Thalheim/Wels
Eine Woche später führte mich die Anthologie “Smart Lies“, die es übrigens beim Ortner, bei Amazon und auf Bestellung bei allen Buchhändlern eures Vertrauens zu erwerben gibt, nach Thalheim bei Wels, in meine Heimatgemeinde. Dort wurde die Veranstaltung vom Bürgermeister persönlich eröffnet und Falter-Journalist und Stadtführer-Autor Sebastian Fasthuber hat moderiert. Ergo – ich durfte meine Texte vorlesen, dazwischen gab es Diskussionen rund um die Thematik und was bei Vernetzung von Medizingeräten etwa alles passieren kann.

Im Anschluss stellte Sebastian Fasthuber noch seinen wunderbaren Stadtführer von Wels vor. Es war ebenfalls ein sehr gelungener Abend, bei der vor allem großteils älteres Publikum vorbei geschaut hat. Das ist sehr bemerkenswert, das sich auch hier viele für Vernetzung und Gesellschaft interessieren. Es war mir eine große Ehre, in meiner Heimatgemeinde zu lesen. Danke hier dem Kulturausschuss und insbesondere Michael Heiß für die super Organisation!

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Noch etwas für Lesefreunde

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Meine Autorenkollegin Nina Dreist aus meiner Schreibgruppe hat bei einem Treffen eine Idee für eine Kurzgeschichtensammlung gehabt und innerhalb des vergangenen Jahres wurde daraus tatsächlich eine fertige Anthologie.

“Der Tag, an dem … ging”, heißt sie und erschien Anfang des Jahres auf als eBook auf Amazon sowie als gedrucktes Buch.

„Gehen kann ja schließlich viel bedeuten, auch wenn wir oft an das Ende einer Beziehung dabei denken. Aber Zustände können (ver-)gehen, Institutionen; jemand kann sich weigern zu gehen (z.B. mit sechzig ins Altersheim); Für manches Image, das man so mit sich trägt, ist es vielleicht Zeit zu gehen – und nicht jeder Abschied muss auch traurig sein”, schreibt Nina Dreist auf ihrem Blog.

Ich durfte mit “Die Interessensgemeinschaft” ebenfalls einen Text beisteuern. Die Lesung dazu findet am 4. April ab 18.30 Uhr im Cafe Benno im 8. Bezirk statt. Der Eintritt ist frei und die Autorinnen und Autoren freuen sich auf euer Kommen!IMG_5030.jpg

 

Lesungen, es gibt jetzt noch mehr Lesungen von “Smart Lies”!

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Am 3. Dezember 2018 haben wir ganz offiziell im Raum D des Wiener Museumsquartiers unser Buch “Smart Lies – alles smart?” präsentiert. Nun gibt es weitere Lesungen aus unserem Kurzgeschichtenband rund um eine vernetzte Welt, die sich immer weiter dreht.

Und zwar alles der Reihe nach:

Am Donnerstag, 28. März 2019, halte ich ab 18.30 Uhr im Oberösterreichischen Presseclub in Linz zum Thema “Alles smart? Auswirkungen auf die Gesellschaft” einen Sachvortrag rund um das Thema, gespickt mit kurzen Auszügen aus dem Buch “Smart Lies”. Der Eintritt ist frei, ich freue mich auf euer Kommen!

Am Freitag, 5. April 2019, ab 18.30 Uhr gibt es in der Buchhandlung Ortner im 8. Bezirk in Wien eine Lesung mit den Autorinnen und Autoren Bettina Reinisch, Josef Wukovits, Regine Zawodsky und mir. Wer bei der Lesung im Museumsquartier nicht dabei war, hat hier die Gelegenheit, uns kennenzulernen. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf euer Kommen!

Am Donnerstag, 11. April 2019, ab 19.00 Uhr gibt es in meiner Heimatgemeinde Thalheim/Wels eine Lesung und Präsentation von wahren Ereignissen von mir sowie Musik von Sebastian Fasthuber, der auch seinen “Stadtführer Wels” vorstellen wird. Hierzu gibt es auch einen tollen Flyer und ein Plakat! Thalheimer und Welser, das dürft ihr nicht verpassen, wir freuen uns auf euch!
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Fake News, Microtargeting, Facebook & die EU beim Elevate

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Ende Februar habe ich im Rahmen des Elevate Festivals im Kunsthaus in Graz mit Wolfgang Bogensberger von der Vertretung der Europäischen Kommission in Wien, dem tschechischen Journalisten Jan Moláček sowie dem Datenschutzaktivisten von epicenter.works Thomas Lohninger über Fake News und die Gefahr für die Demokratie diskutiert.40380930513_9dfc8f8350_k
Foto: Valerie Maltseva, CC BY-NC-ND 2.0

Mein Input bei der Diskussion befasste sich mit diesen drei Dingen:

  1. Ich halte es für gefährlich, wenn die wertvolle Arbeit von Journalisten durch “Fake News”-Rufe seitens Politik, Organisationen oder Interessensvertreter diskreditiert wird und zwar meistens genau dann, wenn man als Journalist etwas besonders gut, sorgfältig und mit mehrfachen Quellen-Checks recherchiert hat und auf die Darstellung von unterschiedlichen Perspektiven besonders Wert gelegt hat – und sich dadurch jemand auf den Schlips getreten fühlt.
  2. Die EU setzt beim Verhindern von Desinformation vor allem auf Selbstregulation der Sozialen Netzwerke wie Facebook. Mein Standpunkt ist, dass das nicht reicht und es nicht ohne gesetzliche Regulierung gehen wird.Facebook etwa, die neuen Transparenzregeln, die auch bereits in den USA vor Wahlen gelten, zur EU-Wahl nach Europa zu bringen. Doch diese Transparenzregeln können bestenfalls ein erster Schritt sein, aber nicht die Lösung des Problems. Warum, habe ich auch versucht zu erklären: Facebook veröffentlicht in den USA zwar, wieviel Geld für Anzeigen ausgegeben wurde, aber keine genauen Zahlen, wie viel pro Anzeige ausgegeben wurde, noch klare Angaben zum Targeting und zur defininierten Zielgruppe. Das macht es schwer nachvollziehbar, ob jemand umstrittene Taktiken wie Dark Posts zur Beeinflussung kleinster Wählergruppen einsetzt. Das Transparenzregister gibt zwar ein paar oberflächliche Einblicke, aber das war es dann auch schon. Obendrein wurden im selben Atemzug der Schaffung der neuen Transparenztools Organisationen wie ProPublica-Tools, die Facebook-Anzeigen kontrolliert hatten, von Facebook blockiert.
    Die Transparenzregeln wurden von Facebook für Europa zudem noch vor der EU-Wahl angekündigt. Doch wo bleiben sie? Wir haben jetzt weniger als 2,5 Monate und noch ist nichts umgesetzt. Eine Nachfrage bei Facebook zu dem Thema von mir von vergangener Woche blieb unbeantwortet. Unterdessen kam heraus, dass die EU-Kommission selbst gar nicht so glücklich zu sein scheint mit den “Bemühungen” Facebooks.
  3. Zusätzlich zur Regulierung braucht es auch alternative Netzwerke und Plattformen, auf europäischer Ebene, damit man von Online-Monopolen wie Facebook unabhängig(er) wird. Ich habe bei der Diskussion eine öffentlich-rechtliches Plattform in den Raum gestellt.

47346305551_8449219ed2_kDie gesamte “Fake News”-Diskussion gibt es nun auf Vimeo zum Nachsehen sowie auf Flickr gibt es einige Fotos.

Fake News – Warum sind Lügen ein Problem für die Demokratie? >> Elevate Festival 2019 from Elevate Festival on Vimeo.

Journalismus Impulse

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Manche von euch werden sich womöglich gefragt haben, warum ich hier derzeit so still bin. Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung: Ich war beschäftigt 🙂

Im Jänner war ich damit befasst, die finale Fassung meines Kriminalromans “Der Crash”, der im Frühjahr 2020 im Gmeiner Verlag publiziert wird, ein letztes Mal zu überarbeiten. Jetzt ist er bereits im Verlagsformat und ich freue mich bereits riesig auf die Veröffentlichung. Das ist erstmal alles, was ihr dazu wissen müsst, alle weiteren Infos  – Cover, Inhalt, Erscheinungstermin, Lesungen – folgen bis 2020.

Wissen geben und nehmen

Der Februar steht bei mir nun ganz im Fokus der persönlichen Weiterbildung. Mein Motto lautet seit jeher “Wisssen geben, Wissen nehmen”. – Also ich gebe sehr gerne mein eigenes Wissen weiter – künftig auch an Kinder und Jugendliche -, aber genauso gerne lerne ich selbst ständig dazu und bilde mich mit zahlreichen Workshops, Seminaren, Vorträgen etc. in meiner Freizeit weiter.

Neben einer Ausbildung bei der “Sprecherakademie” zur Sprachmelodie und Sprechtechnik, die ich in meiner Freizeit und auf meine eigenen Kosten absolviere, schickte mich mein Arbeitgeber diese Woche in ein dreitägiges Seminar zum Thema “digital Storytelling” mit Pascal Zemp.

Netzwelt verändert sich

Beide Seminare sind für mich extrem bereichernd. Bei dem einen haben wir extrem viel gelacht, viel geübt, hartes Feedback eingesteckt und ausgeteilt, und sind in viele, verschiedene Rollen geschlüpft; bei dem anderen ging es vor allem darum, uns Journalisten zum Umdenken zu bewegen. Und ja, das ist notwendig, wenn man jahrelang auf die gleiche Art und Weise arbeitet und unterdessen die Digitalisierung an einem vorbeizieht.

Ich bin eine End-30er-in, die seit knapp 15 Jahren im Journalismus arbeitet und “online” begonnen hat. Ich bin mit “online” aufgewachsen, das Internet war bereits seit 1997 – also bereits 22 Jahre lang – meine Heimat.

Weg von der Arroganz

Seit 14 Jahren schreibe ich über technologische Entwicklungen wie Algorithmen, Facebook, Datenschutz. Auch Dinge wie Verweildauer, Traffic-Analysen, etc. sind mir seit Jahren bekannt, weil das jeder bei uns in der Redaktion permanent “mitdenken” muss. Auf der Mediana vergangenes Jahr habe ich Zahlen zum digitalen Wandel präsentiert und darüber gesprochen, dass junge Menschen News ganz anders konsumieren – und interessanterweise habe ich dabei aber kaum einen Zusammenhang zu meiner eigenen Arbeit hergestellt. “Ich schreibe ja für online”, dachte ich mir. “Das kann ich schon seit Jahren. Ich bin Expertin.”

Nach dem Besuch des “digital Storytelling”-Seminars kann ich mich für diese Arroganz, die ich mitgebracht habe, nur selbst auslachen – darf aber gleichzeitig nicht zu streng mit mir selbst sein. Wenn man in einem Arbeitsalltag “gefangen” ist, kommt man in der Regel nicht zum Nachdenken – zum Beispiel darüber, dass ich junge Menschen mit der Art und Weise, wie ich Geschichten publiziere, gar nicht mehr erreiche.

Wandel geht uns alle an

In dem “digital Storytelling”-Seminar habe ich sehr viele Denkanstöße mitbekommen. Einen davon möchte ich mit euch teilen: Es geht euch alle etwas an!

BBC hat eine eigene “Research & Development”-Abteilung, die News-Formate für die junge Zielgruppe der 18 bis 26-Jährigen entwickelt und ausprobiert hat. Jeder, der nicht nur für End-30er oder End-60er publizieren möchte, sollte sich mit den Ergebnissen dieser Entwicklungsarbeit befassen und eigene Konsequenzen für sich selbst ableiten. Natürlich kann eine Entscheidung über diverse Änderungen nur von “oberen Etagen” in einem Medienbetrieb gefällt werden. Aber nein, es ist trotzdem nicht nur die Aufgabe eines großen, übergeordenten Medienhauses, sich damit zu beschäftigen. Es betrifft uns tatsächlich selbst. Wir müssen verstehen lernen, dass sich die digitale Welt weiterdreht, wenn wir auch in Zukunft ein Teil davon sein wollen. Denkt mal drüber nach.

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Kleine Werbeeinschaltung am Rande: Nach meinem “Weiterbildungsfebruar” startet – Teaser – mein “Ich gebe mein Fachwissen weiter”-Frühling. Wer in meinen Terminkalender blickt, sieht einen Haufen Termine mit Vorträgen und Lesungen. Aber ich habe ja diese Woche gelernt: Junge Menschen klicken nicht mehr auf Links, sondern wollen Informationen an einem Ort gesammelt präsentiert bekommen. Tja.

#35c3 – meine Lieblingstalks

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Von 27. bis 30. Dezember 2018 fand zum 35. Mal das jährliche Hackertreffen des Chaos Computer Club (CCC) statt. Hacker und Nerds treffen sich zum Erfahrungsaustausch, zum Hacken, Basteln, Feiern und Kennenlernen. Das diesjährige Motto lautete „refreshing memories“. 16.000 Menschen folgten dem Ruf nach Leipzig, wo der Chaos Communiation Congress zum 2. Mal stattfand.

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Vergangenes Jahr hielt ich einen Vortrag, dieses Jahr war ich als Gast dabei und habe abseits meiner aktiven Mitgestaltung mit zwei DJ-Sets auf der Chaos West Bühne (derzeit sieht es danach aus, als gäbe es keine Aufnahmen davon, falls ich noch welche auftreibe, lasse ich es euch wissen!) und einem gehaltenen Writers Workshop (über die Heldenreise mit jinxx) auch einige Vorträge gehört. Die, die mich am meisten beeindruckt haben, möchte ich euch nun empfehlen:

  1. Computer, die über Asyl (mit)entscheiden von Anna Biselli
    Link: https://media.ccc.de/v/35c3-9658-computer_die_uber_asyl_mit_entscheiden
    Darin geht es unter anderem darum, wie Flüchtlinge anhand von Spracherkennungssoftware über ihre Dialekte in Schubladen gesteckt werden und entschieden wird, ob jemand Asyl bekommt oder nicht. Sowie um die Auswertung von Handydaten, um zu entscheiden, ob Geschichten von Flüchtlingen “plausibel” klingen, oder nicht. Ein Talk mit viel Recherche und wichtigen Fragen und Antworten.
  2. Archäologische Studien im Datenmüll von Letty und Katharina Nocun
    Link: https://media.ccc.de/v/35c3-9858-archaologische_studien_im_datenmull
    In dem Talk geht es um eine ausführliche datananalytische Aufbereitung von Daten, die Amazon aufgrund von Clicks und Bestellungen über einen sammelt. Jeder Nutzer hat das Recht bei seinen Dienstanbietern eine Kopie seiner Daten anzufordern. Doch wer macht das schon? Katharina Nocun hat ihre Daten angefordert und erklärt gemeinsam mit der Programmiererin Letty in einfachen und klaren Worten, was das Unternehmen über sie gespeichert hat und rausfinden kann. Mir fehlte bei dem Talk zwar ein wenig die Gesamtpersektive (Amazon gehört zu den Top 3 an Datenkraken, aber das Herausgreifen eines kleinen, feinen Aspekts, von dem viele Nutzer direkt selbst betroffen sind, wenn sie bei Amazon bestellen, macht den Talk besonders für Einsteiger in diese Thematik wirklich empfehlenswert!
    (Nachtrag vom 3.1.2018: Für futurezone.at habe ich die Inhalte des Talk jetzt zusammengefasst. Könnt ihr also hier nachlesen.)
  3. “The” Social Credit System von Toni
    Link: https://media.ccc.de/v/35c3-9904-the_social_credit_system
    Ihr glaubt, ihr wisst schon alles darüber, was in China abgeht? Alles, über das “böse System”, das niemals nie auch nur in einer Demokratie funktionieren würde? Dann seht euch den Talk an. Mehr will ich eigentlich gar nicht spoilern. Aber ich tue es doch ein bisschen: Niemand weiß bis jetzt, was 2020 in China *wirklich* passieren wird und welches der derzeit in Piloten erprobten Projekte sich wirklich flächendeckend durchsetzen wird.
  4. Smart Home, Smart Hack von Michael Steigerwald
    Link: https://media.ccc.de/v/35c3-9723-smart_home_-_smart_hack
    Ihr wisst alle, dass ich mich selbst ausführlich mit dem Thema #IoT und #Fails auseinander setze. Daher kein Wunder, dass *ich* mir diesen Talk ansehe 🙂 Aber ich kann ihn auch mit wirklich gutem Gewissen weiterempfehlen, weil er anhand einer einfachen Glühbirne schön die Dimensionen aufzeigt, wie mit smarten Gadgets eure Daten gesammelt werden und wie dabei mit der Sicherheit umgegangen wird. Den Talk empfehle ich ebenfalls für Einsteiger in die Thematik sowie für alle, die sich all die #IoT-Projekte anhand eines konkreten Beispiels näher ansehen mögen.
  5. Genom-Editierung mit CRIPSR/CAS9 von Adora Belle, André Lampe und KaleiMai
    Link: https://media.ccc.de/v/35c3-9838-genom-editierung_mit_crispr_cas
    Schon von den vermeintlichen angeblichen Zwillings-Babys aus China gehört, die kein HIV bekommen können, weil ihre Gene manipuliert worden sind? Dann seht euch diesen Talk an. Dort wird erklärt, was hinter der Technologie der Genom-Editierung steckt und warum der Fall aus China für so große Aufregung gesorgt hat. Leider hat man am Ende des Vortrags zwar mehr Fragen als Antworten, man hat aber das Gefühl, verstanden zu haben, worum es bei CRIPR überhaupt geht.Das war’s mit meinen Empfehlungen! Noch auf meiner eigenen “Watchlist” gelandet sind: The Ghost In the Machine, Chaos im Fernsehrat, Frontex – der europäische Geheimdienst, Locked Up Science und Wallet Security.

Und hier gibt es noch ein paar Impressionen von mir für euch:

Buchpräsentation von Smart Lies

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Am 3. Dezember haben wir im Raum D des Wiener Museumsquartiers unser Buch “Smart Lies – alles smart?” präsentiert. Es gab auch eine Lesung, bei der die Autorinnen und Autoren Manfred Huber, Josef Wukovits, Caroline Klima, Bettina Reinisch und meine Wenigkeit aus ihren Geschichten vorgelesen und etwas über die Hintergründe und Entstehungsgeschichte erzählt haben. Ich habe aus meiner Geschichte “Unter uns” gelesen, bei der es um gehackte Vibratoren ging. Das Publikum musste mehrfach schmunzeln. Aufmerksame Leserinnen und Leser wissen bereits, wie die Geschichte zustande gekommen ist.

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Anwesend waren zudem noch die Autorinnen und Autoren Roman Markus, Regine Zawodsky (von der auch die großartigen Fotos in dieser Slideshow stammen, danke!), Peter Alscher, mein Co-Herausgeber Günther Friesinger, die Grafikerin und Illustratorin Maria Pflug-Hofmayr und die Lektorin Evelyn Fürlinger. Und rund 60 Gäste, darunter etwa Menschen aus unserem Writers Retreat in Piran, dem Krimi-Netzwerk Mörderische Schwestern oder aus dem Buchhandel (Ortner Bücher in der Josefstadt).

Leute, ihr wart ein fantastisches Publikum! Danke vielmals fürs Kommen und dabei sein! Die Bücher wurden uns regelrecht aus den Händen gerissen und die ein oder andere Widmung geschrieben. ❤ Für mich persönlich war es die perfekte Buchpräsentation. Besser hätte ich es mir nicht erträumen können. Danke an den Verlag edition mono und das Künstlerkolletiv monochrom.