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Ich habe Atari Teenage Riot’s “We are from the Internet” remixed. Für einen Remix-Wettbewerb. Übrigens der erste Remix-Wettbewerb, an dem ich je teilgenommen habe. Warum – ist leicht erklärt:

Musik und Politik
Alec Empire, Frontmann von Atari Teenage Riot, ist Schuld an meiner “Musik mit Message” Mission für 2015. Als IT- & Netzpolitik-Redakteurin, die auch rund um den Neujahrswechsel 2014/2015 den Chaos Communcation Congress (#31c3) berufs- sowie interessensbedingt eifrig mitverfolgt hat, ist seine Keynote und auch sein Interview mit Krautreporter über Hacker, Musiker und Politik nicht an mir vorübergegangen.

Da hat es plötzlich “klick” gemacht bei mir. Ich mache seit Jahrzehnten Musik – auf die Idee, das ganze mit (netz)politischen Messages zu verknüpfen, bin ich aber all die Jahre nicht gekommen. Was daran liegen könnte, dass ich hauptsächlich ohne Vocals gearbeitet habe, also rein “instrumental” unterwegs war. Mit meiner Mission wär auch nix geworden, hätte ich nicht just in dem Augenblick mit Kitsune, die ebenfalls von der Idee begeistert war, eine würdige, begabte und motivierte Vocalistin, die es gewohnt ist, Texte einzusprechen und sich obendrein selbst hervorragend mit “dem Internet & Co” auskennt, gefunden. Und mit der ich die Sound-Files auch über “das Internet” austauschen kann. Somit nahm die Mission ihren Lauf.

Meine Arbeit am Remix
Doch zurück zu meinem Atari Teenage Riot Remix. Wie ich gesehen habe, dass Atari Teenage Riot nun diesen Wettbewerb startet, und dabei nicht nur vedammt phatte Beats sucht, sondern auch die Botschaft, die ich unter anderem vereinfacht ausgedrückt als “Wir sind das Internet und das Internet ist das, was wir draus machen” und “wir können etwas (ver)ändern, die Entwicklungen steuern” bezeichnen würde, unter die Menschen bringen möchte (davon gehe ich zumindest nach dem Talk von Alec Empire aus), habe ich doch glatt mitgemacht. So kam ich durch das Internet überhaupt erst zum Musikproduzieren, zu meiner ersten Vocalistin, die mit mir Tracks aufnahm, zu meinem ersten Produzenten, der mir die wesentlichen Basics beibrachte, und so weiter.

Und das Beste: Ich habe die Arbeit am “We are from the Internet”-Remix wahrlich genossen. Es war so schön, die analogen Synths zu bearbeiten und zu zerschnipseln, die offensichtlich händisch eingespielt und nicht mit dem Mauszeiger auf Maschinen programmiert wurden. Es war ebenfalls schön, mit Nic Endos Stimme arbeiten und sie durch Exciter und Delays jagen zu können. Ich hoffe, ihr mögt meinen Remix auch und werdet jetzt auch dafür abstimmen! Denn ein Release auf “Digital Hardcore”, das wäre etwas, das auf meiner Wunschliste noch nicht abgehakt ist bis jetzt. Ich danke euch!

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